Das Leben im Zelt ist in vielerlei Hinsicht anders als andere Formen von Ferien. In Sachen Komfort müssen in jedem Fall Abstriche gemacht werden. Umso wichtiger ist es dann, dass die wenigen Dinge, die man zum Naturcamping mit hat, auch wirklich für das Wohnen im Freien geeignet sind. Wir haben für euch eine kleine Camping-Packliste mit den 8 wichtigsten Utensilien erstellt.

Nummer 1: Ein vernünftiges Zelt

Nichts macht einen Campingurlaub schneller zunichte als ein ungeeignetes Zelt. Dies betrifft sowohl die Art des Zeltes an sich, als auch die Qualität der Verarbeitung. Vor der ersten Reise muss deshalb zunächst überlegt werden, welcher Platzbedarf im Zelt besteht. Schlafen alle beteiligten Personen zusammen oder sollte lieber eine räumliche Unterteilung innerhalb des Zelts gegeben sein? Weiterhin kommt es bei der Wahl des Zelts auch auf die Qualität des Materials an. Denn die Zeltwände müssen auch starkem Wind und Dauerregen trotzen können. Auch das Material und die Verarbeitung von im Zelt eingearbeiteten Halterungen bzw. Reißverschlüssen etc. sollte vor der Entscheidung für ein bestimmtes Modell jeweils einzeln kritisch überprüft werden. Denn das Zelt ist schließlich während des Naturcampings der absolute Mittelpunkt.

Nummer 2: Ein robuster Campingkocher

Camping-Kocher vor einer Bergkulisse

Bei der Wahl des passenden Campingkochers kommt es nicht zuletzt auf die äußeren Umstände des Naturcampings an. Je größer der Stauraum in den Zelten ist, desto komfortabler lässt sich im Freien kochen. Wer viel Platz hat, für den vereinfacht sich auch das Zeitmanagement während des Zeltens. Denn mit einem mobilen Gaskocher mit mehreren Platten lässt sich sehr viel flexibler kochen, als mit einem einzelnen Campingkocher, der mit Spiritus betrieben wird. Umgekehrt macht es für viele Menschen das Zelten erst vollständig, wenn das Kochen zum Gemeinschaftserlebnis wird. Unabhängig davon, ob man sich für die kleine oder die große Lösung entscheidet, kommt es aber in jedem Fall auf die Robustheit des verwendeten Kochers an. Denn kaum etwas ist ärgerlicher, als wenn alle hungrig sind und die verstopften Leitungen des Benzinkochers das Kochen unmöglich machen.

Nummer 3: Eine aufblasbare Isomatte

Was auf eurer Camping-Packliste auf keinen Fall fehlen sollte, ist eine Isomatte. Der Komfort ist im Zelt naturgemäß eingeschränkt. Dies gilt auch beim Thema Nachtruhe. Denn die Schlafgeräusche der anderen Personen im Zelt sind meist näher, als man es sonst beim Schlafen in Betten gewohnt ist. Auch der Untergrund zum Schlafen ist beim Zelten besonders gewöhnungsbedürftig. Denn im Schlafsack lässt sich im Zweifel jede Unebenheit im Boden spüren. Hier hilft eine aufblasbare Isomatte dabei, zumindest nicht jeden kleineren Stein am eigenen Rücken erfahren zu müssen. Außerdem sind deren Dämmwerte gegenüber anderen Arten von Isomatten oft deutlich höher.

Nummer 4: Ein wirklich scharfes Messer

Wer im Freien lebt, muss sich an vielen Stellen zu helfen wissen und häufig improvisieren. Hierzu wäre eine große Auswahl unterschiedlicher Werkzeuge hilfreich. Eine solche Auswahl wird beim Camping allerdings eher selten mitgeführt. Unverzichtbar ist aber ein für die unterschiedlichsten Zwecke einsetzbares, robustes und vor allem scharfes Messer. Spätestens wenn bei Dämmerlicht die Zwiebeln für das Abendbrot möglichst fein geschnitten werden sollen, wird ein solches Messer endgültig zu einem unverzichtbaren Gegenstand.

Nummer 5: Universell einsetzbare Spielsachen

Ein rotes Seil wurde zu einem Herz verknotet und an einen Ast gebunden

Beim Naturcamping mit der Familie geht es nicht nur darum, eine große Zahl funktionaler Gegenstände dabei zu haben, sondern es geht auch um die Kinder. Denn diese brauchen immer ein paar Spielsachen. Aus ein paar Sachen wird dann allerdings schnell eine große Zahl von Dingen, die verstaut werden müssen. Denn Abwechslung muss schließlich sein. Um hier den richtigen Kompromiss zwischen zur Verfügung stehendem Stauraum und den Interessen der Kinder zu finden, kommt es vor allem darauf an, die passenden Spielzeuge mitzunehmen. Bälle und Seile schlagen klar ferngesteuertes Auto und Badminton-Schläger. Auch im Hinblick auf Regentage ergibt es mehr Sinn, ein Kartenspiel und Würfel mitzunehmen als vollständige Brettspiele.

Nummer 6: Eine Sitzgelegenheit

Ein Nachteil von aufblasbaren Isomatten ist, dass diese deutlich anfälliger gegenüber Beschädigungen sind als reguläre Matten. Entsprechend sollte auf aufblasbaren Matten möglichst ausschließlich geschlafen werden. Wenn es dann aber ans Kochen oder andere Dinge geht, muss beim Zelten regelmäßig in Bodennähe gearbeitet werden. Also wird sich hingesetzt. Und da kann es dann schnell kalt oder feucht oder schmutzig werden – je nach Kondition des Untergrunds. Von daher ergibt eine Sitzgelegenheit in Form einer kleinen separaten Matte, eines Hockers oder in anderer Form, wie etwa ein Tierfell, Sinn.

Nummer 7: Eine große Plane

Wenn der Regen beim Camping einsetzt, muss es meist schnell gehen. Viele Dinge haben dann bereits erste Tropfen abbekommen, ehe man sie verstauen konnte. Diese dann auf die noch trockenen Schlafsäcke zu werfen, ergibt wenig Sinn. Deshalb sollte zur Campingausrüstung in jedem Fall eine Plane gehören, mit der man Gegenstände schnell und einfach abdecken und vor Regen schützen kann. In idealer Weise eignen sich hierzu Regenponchos aus Militärbeständen. Diese haben den weiteren Vorteil, dass sie sich auch für Personen als Regenschutz nutzen lassen.

Nummer 8: Gute Laune

Vier Menschen in Regenjacken springen durch den Wald

Das bei weitem wichtigste Utensil beim Naturcamping ist die gute Laune. Denn aus den geschilderten Gründen kann sich das Leben im Freien schnell als kompliziert erweisen. Dies kann im zweiten Schritt rasch zu Konflikten führen. Gegen eine Eskalation solcher Streits gibt es ein denkbar einfaches Mittel: Einfach lächeln.

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