Menschen frühstücken vor einem Zelt

Nachhaltiger Urlaub ist unbezahlbar? Stimmt nicht! Jeder kann bei seinem Urlaub auf Nachhaltigkeit achten ohne dabei viel Geld in die Hand nehmen zu müssen — sei es nun bei der Wahl des Verkehrsmittels, der Unterkunftsart oder der Ausrüstung. Wir geben dir Tipps wie du günstig und trotzdem ökologisch nachhaltig verreisen kannst.

Nummer eins: Reisen mit dem Rucksack

Den geringsten ökologischen Fußabdruck hinterlässt du in der Regel, wenn du mit dem Rucksack unterwegs bist. Leichtes Gepäck macht deine Reise um einiges einfacher. Der Rucksack lässt sich einfach Verstauen und du kannst problemlos alle Formen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nutzen. Außerdem kannst du bei kurzen und mittellangen Strecken zu Fuß gehen. Mit Koffer und Bus und Taxi nimmst du oftmals Umwege in Kauf, die Zeit, Geld und Energie kosten. Theoretisch kann eine Reise mit dem Rucksack sogar komplett emissionsfrei vonstattengehen, wenn du einfach von zu Hause losläufst.

Nummer zwei: Urlaub im Zelt

Auch wenn Hotels und Pensionen im Sommer generell nicht geheizt werden müssen, verbrauchen sie dennoch Energie. Für das warme Wasser im Badezimmer, den Betrieb des Fernsehers oder auch die Nachttischlampe wird Strom benötigt. Urlaub im Zelt hingegen ist um einiges sparsamer: Denn Campingkocher und Stirnlampe sind meist darauf ausgelegt, möglichst wenig Energie zu benötigen. Und dein Körper heizt den Schlafsack ganz von selbst.  Duschen und WCs auf einem Campingplatz teilst du mit anderen Reisenden, was sich ökologisch durch geringere Gewässerbelastung mit Reinigungsmitteln bemerkbar macht. Und schlussendlich ist ein Aufenthalt auf dem Campingplatz auch deutlich günstiger als ein Urlaub im Hotel.

Bei uns kannst du eine Vielzahl an Campingplätzen in ganz Europa finden.

Nummer drei und vier: Mitfahren und Frühbuchen

Das klassische Trampen ist nicht jedermanns Sache und wird in Deutschland heutzutage auch immer seltener praktiziert. Denn beim Reisen per Anhalter ist es oft schwierig, feststehende Termine wie etwa den Beginn eines Konzerts einzuhalten. Relative Sicherheit bietet aber die Nutzung von Mitfahrzentralen. Gerade in Zeiten des Internets erfreuen sich solche Angebote oftmals wachsender Beliebtheit. Die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand. Denn für den Fahrer wird die Fahrt durch die geteilten Kosten deutlich günstiger und für die Mitfahrer entstehen auch weniger Kosten als beim Reisen mit Bus, Bahn oder Flugzeug. Außerdem kannst du dich oft näher am eigenen Ziel absetzen lassen, als dies bei einer Reise mit dem Zug möglich wäre. Und nicht zuletzt sinkt der Energieverbrauch pro Kopf in signifikanter Weise.

Klappt es mit der Mitfahrgelegenheit mal nicht, lohnt es sich auch eine Zugfahrt in Betracht zu ziehen. Wenn du bei der Bahn ein bisschen vorausplanst, kannst du auch ohne BahnCard Frühbucher-Rabatte in Anspruch nehmen. Das gleiche gilt für Fernbusse.

Vor Ort solltest du unbedingt auf Mietwagen und Taxis verzichten. Öffentliche Verkehrsmittel erfüllen genau den gleichen Zweck, sind günstiger, nur manchmal ein bisschen schwerer zu finden.

Nummer fünf: Vernünftige Ausrüstung

Wer zu billig kauft, der kauft meist zweimal. Natürlich handelt es sich dabei um eine Binsenweisheit mit langem Bart. Trotzdem ist sie gerade in Bezug auf das Reisen wahr. Denn gerade, wenn du unterwegs bist, werden deine Reise-Utensilien oftmals einer besonders harten Belastungsprobe ausgesetzt. Wenn etwa unterwegs Nähte am Rucksack reißen, muss oft schnell ein neuer her. Der dann im Ausland getätigte Ersatzkauf entspricht oftmals nicht den eigenen Qualitätsansprüchen. Also wird im Zweifel nach der Rückkehr ein drittes Modell erworben, welches von Anfang an hätte gekauft werden sollen. Denn der Kauf von drei Rucksäcken in kurzer Zeit ist zum einen alles andere als nachhaltig und zum anderen auch noch teuer. Gleiches gilt selbstverständlich für andere unverzichtbare Gegenstände.

Nummer sechs: Regional essen und einkaufen

Bei deinen Reisen weißt du in der Regel, wo es ungefähr hingehen soll. Dank Internet kannst du bereits vorab gut recherchieren, welche Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten mit klarer ökologischer Ausrichtung es an den verschiedenen Zwischenstopps gibt. Vor Ort kannst du aber auch einfach Einheimische nach Empfehlungen fragen und so günstig und regional außerhalb der Touristenpfade essen und einkaufen. Vorausschauende Planung und ein bisschen Offenheit verhindert ein langes Suchen während des Urlaubs und spart Zeit und Geld.

Mit diesen Tipps im Hinterkopf kannst du deine ökologisch nachhaltige Reise fröhlich und auch ohne viel Geld starten! Haben wir was vergessen? In die Kommentare damit!

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